Gegen 18 Uhr tauchte ich dann an dem kleinen Buchungsbuero auf, in dem ich am Tag zuvor meine 15-stuendige Bus- und Bootstour gebucht hatte. Wie in den Tropen ueblich passierte erstmal nichts und ich besorgte mir erstmal was zu Essen.
Eine gute halbe Stunde spaeter kam dann langsam Bewegung auf. Eine Dame erschien und verteilte Tickets. Anschliessend fuehrte sie uns durch die halbe Stadt, wo wir noch eine Hand voll andere Leute einsammelten. Anschliessend bat sie uns vor einem benachbarten Supermarkt zu warten und verschwand. Wenn nicht auch 30 andere Backpacker breits am selben Ort gesessen haetten, haette mich wohl der leise verdacht beschlichen, dass man uns beschissen hatte. In jedem Fall blieb uns nichts anderes uebrig als zu warten.
Eine gute halbe Stunde spaeter hielt auch tatsaechlich ein Reisebus und bat uns einzusteigen. Gut sortiert nach Ankunftsort bekamen wir dann Sitzplaetze im Bus zugewiesen. Ich landete neben Elton, einem in Deutschland geborenen Afroamerikaner, welcher seit 10 Jahren in Japan lebte.
Entgegen erster Befuerchtungen stellte sich der Bus als der absolut bequemste Reisebus dar, in dem ich je gesessen habe. Es war reichlich platz vorhanden und die Sitze mit Fusslehne liessen sich nahezu komplett umlegen. Finnair koennte sich von diesen Sitzen wirklich noch was abgucken. Entgegen meiner Erwartungen sollte unsere Busfahrt nur bis 3.30 Uhr gehen und ich war gespannt, wie es dann weiter ging. Beim besten Willen konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir die weiteren 6 Stunden auf dem Boot verbringen wuerden.
Ueberpuenktlich wurden wir gegen 3 Uhr an einer einsamen Strasse rausgeschmissen. Von einem Hafen, geschweige denn einem Boot war weit und breit nichts zu sehen. Auf Nachfrage bekam ich dann gesagt, dass in rund 40 Minuten ein Shuttlebus zum Hafen kommen wuerde. Nach rund der Haelfte der Zeit erschein dann tatsaechlich das, was man hier offensichtlich einen Shuttlebus nannte. So nahmen wir eben auf der Ladeflaeche eines Lkw’s platz. Immerhin musste ich meinen Platz nicht mir einem Schwein teilen.
Wenig spaeter kamen wir im Hafen an, wo bereits weitere Rucksacktouristen warteten. Nach einem Blick auf den Fahrplan stellte ich fest, dass in nur 4 Stunden bereits unser Boot auslaufen sollte.
Ich haette nochmal die Augen zumachen oder mich zu den Anderen gesellen koennen, jedoch war mir irgendwie nach Schreiben. So bekam ich die Zeit schnell rum und es ging bald aufs Boot. Mit dem Sonnenaufgang liefen wir aus und das ekelhaft braune Wasser faerbete sich in ein nicht viel schoeneres Gruen. Es war schwer sich vorzustellen bald auf einer traumhaften Insel mit kristallklarem Wasser zu sein aber ich liess mich einfach mal ueberraschen. Waehrend der Fahrt sah man deutlich, dass ich nicht der einzige von der Reise gebeutelte war. Auf dem ganzen Kutter traf man auf schlafendes Volk.
Es dauerte gut 90 Minuten bis sich am Horizont die Umrisse einer etwas groesseren Insel erkennen liessen. Das musste es sein, Koh Tao. Es sollte noch eine Weile dauern bis wir den Steg endlich erreichten, doch keine Minute, nachdem ich von Bord gegangen war, wusste ich, dass sich die Strapazen der langen Reise gelohnt hatten. Vom Steg aus konnte man bereits die Korallenbloecke in allen Farben leuchten sehen. Erstmal war es jedoch an der Zeit, eine Unterkunft zu suchen. Die tausend Angebote, welche einem bereits auf dem Steg zugerufen wurden, lehnte ich wie ueblich ab, denniIch wollte selbst was finden…