Wenn der durchschnittliche Erdenbürger duschen geht klingt das für Mitbewohner in etwa so:

 

Die Badtür schliesst sich,

nach einer kurzen Zeit fängt das Plätschern des Wassers an,

im schlimmsten Fall erklingt nach einer Weile grauenvoller Gesang,

das Wasser wird wieder abgedreht und kurz danach öffnet sich die Badtür wieder.

 

Soweit relativ unspektakulär. Jetzt möchte ich euch mal verraten, wie es für Mitbewohner klingt,

wenn ein Schroddi duschen geht…

 

Die Badtür schliesst sich,

nach einer kurzen Zeit fängt das Plätschern des Wassers an,

wenig später vernimmt man ein exzessives Stöhnen gepaart mit heftigem Hecheln,

nach einigen Minuten stoppt dann das Plätschern des Wassers und schallendes Gelächter ertönt,

kurz darauf öffnet sich die Tür und ein gut gelauntes und sauberes Schroddi kommt aus dem Bad.

 

Was sich da wohl ereignet hat?

 

Ganz einfach, hier kommt der Blick hinter die Kulissen:

 

Ich gehe in die Dusche, drehe das Wasser auf und muss nach einiger Zeit feststellen, dass es nicht warm wird. Nachdem bei mir schon mal das warme Wasser ausgefallen ist, fluche ich kurz für mich selbst und versuche mich unter das kalte Wasser zu wagen. Da in Sydney kaltes Wasser wirklich KALT ist, kann ich mir für aussenstehende dezent verstörende Geräusche nicht verkneifen und wage mich Stück für Stück hyperventilierend unter das Eiswasser.

Nach einer recht kurzen dusche, will ich das Wasser abdrehen und muss dabei feststellen, dass ich dämlich genug war versehentlich das Kaltwasser aufzudrehen und durchaus hätte warm duschen können. Diese Erleuchtung lässt mich zwanghaft in lautes Gelächter ausbrechen und ich nehme mir vor, beim nächsten Mal doppelt zu prüfen, welcher Hahn aufgedreht ist, bevor ich mich gezwungen

fühle erneut kalt zu duschen.

Mal wieder konnte ich mich nicht für den richtigen Hahn entscheiden