Nachdem ich mich nun bereits fuer einige Tage auf der Insel von meiner langen Reise erholt hatte, war es an der Zeit, aktiv zu werden. So fing ich ganz gemaechlich an, die oertlichen Tauchschulen abzuklappern. Gerne haette ich bei den kleineren Schulen angeklopft, jedoch wurden mir unter Beruecksichtigung der Jobchancen eher die grossen Tauchschulen ans Herz gelegt.
Bereits lange vor meiner Ankunft hatte ich schriftlichen Kontakt mit „Big Blue“ aufgenommen. Die Tage zuvor bin ich schon ab und an durch das Resort gelaufen und es machte fuer mich irgendwie einen ueberdrehten Party-Backpacker-Tourismus Eindruck. Auch als ich entgueltig in das Resort ging, um mich schlau zu machen, wurde ich mehr oder weniger zwischen Tuer und Angel abgefertigt. Das macht man nicht mit jemand, der bereits ist, eine Menge Geld fuer eine Ausbildung auf den Tisch zu legen.
„Memo an mich selbst: Die sind’s nicht“. Weiter ging es zu Ban’s, wo ich auf Lee traf. Einen charismatischen Kerl, der mir einiges erklaerte, etwas aus dem Naehkaestchen plauderte, jedoch hauptsaechlich erzaehlte, dass sie die Groessten und Schoensten in der Welt sind. Das bin ich ja bekanntlich auch, jedoch wollte ich mich mal weiter umsehen.
Die anderen beiden „Groessten“ machten herzlich wenig den Eindruck gross, schoen oder modern zu sein. So schlief ich eine Nacht drueber, schaute am naechsten Morgen in einer Geldwechselstube vorbei und knallte der Transe bei Ban’s mit der Bitte, einen Tauchprofi aus mir zu machen, mal eben knapp 1.500 Dollar auf den Tisch.
Die 48 Tausenderscheine schienen Eindruck geschindet zu haben und ich bekam gesagt, dass ich noch am gleichen Abend mit an Bord des Tauchboots gehe.
Ich war gespannt, was mich erwarten sollte…