Um euch auf den Neusten Stand zu bringen, muss ich leider vorab mal relativ witzlos abreissen, was ich die letzten Monate so getrieben habe. Die sueffisanten Details werden dann in allen Einzelheiten folgen, versprochen…

 

>Die im Text enthaltenen Links vermitteln lediglich etwas Hintergundwissen ueber die (fuer euch) neue Materie und haben keinen sonderlichen Unterhaltungswert<

 

Auf meinem angestrebten Ziel Tauchlehrer zu werden, war ein notwendiger Schritt eine Ausbildung zum Divemaster. Dies ist im PADI-System das erste professionelle Level als Taucher und bedeutet, dass man mit abgeschlossener Ausbildung Tauchgaenge organisieren und fuehren darf, bei Ausbildungen assistiert und einige kleiner Kurse, wie zum Beispiel eine Auffrischung selbst durchfuehren darf. In der Realitaet bedeutet dies aber in der Regel, dass man im besten Fall fuer umsonst einige Drecksarbeit machen darf und quasi ein unbezahlter Arsch fuer alles ist. Immerhin kann man umsonst tauchen.

 

Die besagte Ausbildung ist sogar recht umfangreich und besteht unter Anderem aus einer ganzen Menge Theorie mit zwei Examen, sowie einer Menge praktischen Faehigkeiten, die nicht nur gelernt, sondern geuebt werden wollen. Ausserdem sollte man die ganze Bandbreite an Tauchkursen mal assistiert haben.

 

Prinzipiell ist die Ausbildung nach „Vorschrift“ nicht ganz so umfangreich und wird von einigen Tauchbasen quasi in einem mehrwoechigen Crashkurs angeboten, was in meinen Augen jedoch das Ziel eindeutig verfehlt.

 

Darum hatte ich mir fuer mein Training eine verdammt grosse Tauchschule ausgesucht, in der ich quasi neben meinen eigentlichen Ausbildungsinhalten nicht nur jede Menge zusaetzlichen Gedoensrat machen konnte, sondern ebenfalls quasi taeglich jeden Kurs in rund 15 beliebigen Sprachen haette assistieren koennen.

 

Da ich im Gegensatz zu deutschen Rentnern an der Supermarktkasse absolut keinen Stress hatte, liess ich mir fuer meine Ausbildung reichlich Zeit und genoss dabei jeden Tag.

 

Nach knapp zweieinhalb Monaten war es dann soweit. Ich hatte nicht nur meinen Ausbildungsplan abgearbeitet, sondern weit mehr gemacht, gesehen und gelernt und nebenbei noch gut 80 Tauchgaenge genossen. Mit dem legendaeren Schnorcheltest (ihm wird noch ein eigener Post zu Ehren) und der Ueberweisung eines halben Vermoegens an PADI hatte ich gegen Ende November meine Ausbildung abgeschlossen und durfte mich nun offiziell als Divemaster bezeichnen, was aber wie bereits erwaehnt lediglich die halbe Miete war.

 

Nach einigem Hin und Her bezahlte ich dann wenige Tage spaeter einen weiteren ruinoesen Betrag um nicht mal eine Woche spaeter meine Ausbildung als Tauchlehrer zu beginnen.

 

Dieser Kurs dauert lediglich 21 Tage, verlangt einem alles ab und macht ueberhaupt keinen Spass. Mit bis zu taeglich 14 Stunden Bueffeln im Klassenraum musste man gegen Ende beinahe aufpassen, dass man nicht auf die eigenen Traenensaecke schlappt. Gekroent wurde diese Quaelerei am Ende durch eine dreitaegige Abschlusspruefung, abgehalten von blutleeren PADI-Pruefern, in denen das kuerzlich angeeignete Wissen auf die Probe gestellt werden sollte, bevor man in der anschliessenden Tauchlehrerparty alle bis dato in Anspruch genommenen Hirnzellen wieder souveraen dem Tod durch Alkoholmissbrauch zugefuehrt hat.

 

Kurz vor Weihnachten war es also geschafft. Schroddi war nicht mehr nur Schroddi, sondern ab sofort Herr Tauchlehrer Schroddi.

 

Damit war meine Ausbildung, die mich bis dato den Gegenwert eines guten Gebrauchtwagens gekostet hatte (Abwrackpraemie fuer mein altes Leben war leider nicht zu bekommen) aber immer noch nicht am Ende, sondern sollte ein Praktikum als Tauchlehrer folgen und mit der Weiterbildung zum Master Scuba Diver Trainer abgeschlossen werden.

 

Bereits zwischen den Jahren startete ich als gluechlichster Mensch der Welt mein Praktikum, bei dem ich nicht nur grossen Spass hatte, sondern auch endlich seit gut einem halben Jahr mein erstes Geld verdiente….

 

…doch ich waere nicht Schroddi, wenn dann nicht mal wieder alles anders gekommen waere als es geplant war….

 

Mehr dazu, wenns soweit ist,

 

Bis die Tage,

 

das Open Water Instructor Schroddi