Auf besonderen Wunsch von Nathalie, nachfolgend ein wilder Schweinskram 🙂
Danke fuer den Tipp, ich haetts fast vergessen.

Nicht nur, dass man beim Reisen in den abgefahrensten Situationen landet, wie zum Beispiel in einer Polizeikontrolle zum Brechen der Verkehrsregeln ermutigt zu werden, das Zimmer mit einem verdaechtigen Killer teilen muss, dabei ist, wenn jemandem eine Schlange in den Arm gezaubert bekommt oder beim Umtausch einer Luftmatratze mit einem unvorsichtigen Kommentar den ganzen Laden vor Scham in Grund und Boden versinken laesst.

Als waere das nicht schon Spass genug, laesst sich das noch von den abgefahrenen Leuten toppen, die man unterwegs so trifft. Nicht nur habe ich spontan mit einer schwer Bekloppten spontan vier australische Bundesstaaten bereist und sie anschliessend als meine Tochter adoptiert (zur grossen Verwirrung meiner Familie), sondern habe ebenfalls Ulf getroffen, der ja eigentlich ich bzw. ein Navigationsgeraet war oder einen ganz unscheinbaren Kerl, der sein Geld u.A. mit Doppelrueckwaerssaltos auf dem Motorrad verdient (Leute, der Links isses wert angeklickt zu werden). Auch hat man sonst eher selten die Gelegenheit mit einem total geilen Pfarrer bei ein paar kuehlen Bieren ueber Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll zu quatschen (viele Gruesse an Chris, wenn du dies liest) oder von Gunnery Sergeant Hartmann persoenlich mal ordentlich den Marsch geblasen zu bekommen.

So kam es, dass ich mich auf Koh Tao mit einem total durchgeknallten Iraner angefreundet habe, der in der Vergangenheit als Industrietaucher Rohre in der Tiefsee verlegt und als Fallschirmlehrer in Luxenburg gearbeitet hat. Zuletzt begleitete er Geldtransporter und man kann zu recht behaupten, dass er ne ziemlich harte Sau war. Da er sein Rohr auch an Land ganz gerne mal verlegte, jedoch stocken Hetero war, fing ich an, mir einen Spass draus zu machen ihn bei jeder Gelegenheit als meinen Boyfriend zu bezeichnen.

Erklaer das mal deiner Freundin :-)

Erklaer das mal deiner Freundin 🙂

Anfangs hat er bei derlei Anmerkungen immer die Krise bekommen, ist dann aber nach ein paar Wochen auf meine Masche eingestiegen und wir haben eine Menge Leute auf die Schippe genommen. Allerdings war mein Boyfriend etwas exzentrisch in allem, was er tat. So kam es u.A. dazu, dass ich mit meiner Gruppe Tauchschueler auftauchte, und er ebenfalls unweit von uns an die Oberflaeche kam, mit lauten Liebesbekundungen auf mich zuschwamm und mir erstmal liebevoll quer ueber die Glatze leckte. Natuerlich hatten wir mit dieser Nummer mal wieder saemtliche Aufmerksamkeit auf uns gezogen und da wir ausgerechnet zwischen zwei groesseren Tauchbooten auftauchten, starrten uns im naechsten Moment nicht nur meine Schueler, sondern gleich ein paar Dutzend Leute mit einer Mischung aus Entgeisterung und Belustigung an.

Klar, dauerte es nicht lange, bis unsere etwas schraege „Beziehung“ die Runde machte. Nur einige Tage spaeter kam dann mein Boyfriend mit etwas verzweifeltem Blick auf mich zu und meinte: „Patrick, mittlerweile werde ich schon gefragt, ob ich echt Schwul bin. Man, ich bin in Schwierigkeiten. Tu mir bitte einen Gefallen und sag den Leuten die Wahrheit, wenn sie dich fragen“.

Schlussendlich bin ich mir nicht sicher, ob er den Ruf wieder losgeworden ist, bis er nur wenige Wochen spaeter leider die Biege machen musste.

Was haben wir also draus gelernt, wenn du nicht fuer einen Schwulen gehalten werden willst, benimm dich auch gefaelligst nicht so.

 

Stoesschen,

 

Schroddi