Wie ich schon erwaehnt hatte, teile ich mir meine Wohn- und Arbeitsstaette nebenher noch mit drei Vierpfotigen Maedels. Die Aelteste heisst Molly und ist eher ein Fussabtreter als ein Hund. Dennoch meint sie der Chef zu sein. Ausserdem kann sie mich nicht leiden, was jedoch auf Gegenseitigkeiten beruht.
Verschlimmert hat das zusaetzlich als ich vor einigen Tagen rueckwaerts gestolpert bin, mit meinem linken Fuss jedoch mein Koerpergewicht auf diesem kurzbeinigen Fussabtreter unter lautem Gejaule abfangen konnte (Irgendwie tats mir ja fast leid – fast).
Die anderen beiden Maedels Isy und Spud spielen in einer anderen Liga. Sie sind etwas juenger, haben einen ausgepraegten Spieltrieb, fahren liebend gerne Auto (nicht selten muss man sich einen Sitz teilen) und reissen alles, was nicht bei drei auf den Baeumen ist.
Zu meiner Ueberraschung zaehlt Spud, die treudoofe Kartoffel, als Dingo-Sonstwas-Mischling zu den drei gefaehrlichsten australischen Hunderassen. Und Isy…naja, jeder zweite deutsche Moechtegern-Gangsta haette wohl gerne eine Isy.
Allerdings sind die beiden Kampftoelen immer fuer eine Kabbelei oder fuer Streicheleinheiten zu haben. Lange ging es auch gut, doch nun hat mir Spud, das unberechenbare Monster, jedoch beim Spielen einfach ganz unvermittelt die Hand abgebissen. Das war nicht nett….
Da die beiden auf dem gesamten Farmgelaende rumturnen, kommen sie regelmaessig total verstaubt, verdreckt oder mit Schlammpackung wieder zurueck und wollen gekrault werden.
Ansich ist das ja kein Problem. Gestern kam jedoch Isy, das Schweinchen mit einer Dreckkruste auf dem Ruecken an und wollte gekrault werden, was ich dann auch einige Sekunden machte, allerdings nur, bis ich realisierte bzw. roch, dass die Kruste diesmal nicht wie ueblich Schlamm, sondern Reste vom verwesten Kaengurufleisch waren, in dem sie sich offensichtlich gewaelzt hatte…
Bis ich den Gestank von den Fingern bekam, brauchte es eine ganze Menge Seife. Auch habe ich mich gefragt, wie die Raubtiere dieses verwesende Fleisch essen koennen, ohne, dass sich ihnen die Maegen umdrehen. Naja, wenig spaeter fand ich dann raus, dass dem wohl doch nicht so ist. Offensichtlich hatte es nicht nur deren Maegen, sondern gleich die ganzen Hunde umgedreht.
Aetsch, das kommt davon, wenn man so ein Ekelzeug isst. Dennoch werde ich den beiden Chaotinnen das Reissen von Kaengurus und Nachbarskindern wohl nicht so schnell abgewoehnen koennen.
Mal gucken, was sich die Biester als naechstes einfallen lassen.

