Nachdem ich euch die letzten Eintraege mit allerlei blutigem und ekelhaften Zeug ueberhaeuft habe und dies kein Action-Thriller Blog ist, habe ich heute eine ganz harmlose und unblutige Geschichte.

Heute moechte ich euch naemlich von Friedrich erzaehlen. Friedrich war mein neumodisches Haustier. Da ich immer in Bewegung bin und mich selten laenger an einem Ort aufhalte, brauchte ich ein Haustier, welches echt Pflegeleicht ist, Problemlos und ohne Quarantaene internationale Reisen begleiten kann und darueber nicht viel kostet.

Friedrich war fuer mich einfach das perfekte Hauttier. Er kümmerte sich selbst um seine Verpflegung und folgte mir auf Schritt und tritt.

Wie das geht, fragt ihr euch?

Ganz einfach Friedrich war ein Hakenwurm, lebte in meinem Fuss und ernährte sich von mir. An einem mit Hundekot belasteten Strand lief er mir zu, biss sich durch meine Haut und lebte von da an direkt unter der Haut in meinem Fuss.

Taeglich konnte ich beobachten, wie er selbststaendig in meinem Fuss Gassi ging und sich dabei sich Zentimeter fuer Zentimeter von Zeh zu Zeh bewegte. Aus mir unerklärlichen Gründen fand meine Schwester meinen neuen Kumpel nicht so cool wie ich und ueberredete mich tagelang zum Arzt zu gehen, um Friedrich ein anderes Zuhause zu geben.

Nach eindringlichem Bitten, machte ich mich dann letztendlich auf den Weg. Herr Doktor warf einen kuren Blick auf Friedrichs gut erkennbare Gassi-Strecke und gab mir eine ganze Tüte Pillen mit. Zur Abwechslung handelte es sich mal nicht um Antibiotika, was mich schwer ueberraschte.

So machte ich mich erstmal im Internet schlau, was es denn mit den Pillchen auf sich hatte.  Neben starkem Haarausfall fanden sich noch eine ganze Reihe weitere fieser Nebenwirkungen. Da ich mein Haustier gar nicht so schlimm fand und meine Arschbehaarung gerne behalten wollte, entschied ich mich dann halt gegen die Chemotherapie in Pillenform und wollte Friedrich einfach aussitzen, da diese Art von Würmern im menschlichen Körper ohnehin nicht länger als ein paar Wochen oder Monate überleben kann. Das hatte mir zumindest nach Selbstdiagnose Internet Dr. Google verraten. So hatten wir beide noch eine gute Zeit zusammen und ich fühlte mich nicht mehr ganz so einsam auf der Welt. Zwei Monate später sind wir sogar noch zusammen nach Australien geflogen, wo mein neuer bester Freund Friedrich dann leider nach einer Weile die Kurve gekratzt hat.

Möge er in Frieden ruhen.